Entwickler an drei Monitoren mit Code und einem MRT-Bild des Gehirns
Leistungen · Vom KI-Modell zum Medizinprodukt

Von einem funktionierenden KI-Modell zum Produkt mit CE-Kennzeichnung oder FDA-Marktzugang.

Ein Modell, das mit Forschungsdaten funktioniert, ist der Kern eines Produkts und ein kleiner Teil dessen, was eine Benannte Stelle (die unabhängige Organisation, die ein Produkt nach der EU MDR zertifiziert) oder die FDA prüft. Um das Modell bauen wir den Inferenzdienst, die Krankenhausintegration, die Versions- und Änderungskontrolle und die Überwachung nach der Freigabe, nach IEC 62304. Die Regulatory-Spezialisten und FDA-Berater von Silurus Software schreiben die Software- und KI-Teile der technischen Dokumentation für die EU MDR, die FDA und die KI-Verordnung (EU AI Act, die EU-Verordnung über künstliche Intelligenz). Der Kunde bleibt verantwortlich für die Zweckbestimmung (was der Hersteller als Verwendung der Software angibt), die Klassifizierung, die klinische Bewertung und die Konformitätsbewertung. Das Modell bleibt Ihres.

Das Modell
Bleibt in Ihrer Hand
Wir entwickeln
Inferenzdienst · PACS · DICOM
Ablauf
IEC 62304 · ISO 13485 · ISO 14971
Weg
EU MDR · FDA · EU AI Act
Leistungsumfang

Vom Modell bis zum Einsatz in der Klinik

01

Inferenzdienst

Wir stellen das Modell als Inferenzdienst bereit und legen Vorverarbeitung, Fehlerbehandlung und Leistungsgrenzen fest.

02

Anbindung an Krankenhaussoftware

DICOM-Eingang aus dem PACS, Ergebnisse als DICOM SR, DICOM SEG oder Secondary-Capture-Objekte oder als HL7-Nachrichten (HL7 ist ein Standard für den Austausch klinischer Nachrichten), getestet mit dem empfangenden PACS.

Interoperabilität →
03

Daten und Training

Wir versionieren Datensätze und dokumentieren ihre Herkunft und Annotationen. Testdaten halten wir von Trainingsdaten getrennt. Für jeden Trainingslauf erfassen wir Code, Umgebung und Seeds. So lässt sich jede freigegebene Version innerhalb festgelegter Toleranzen reproduzieren.

04

Leistungsverifizierung

Wir testen das Modell anhand bisher unbekannter Daten, getrennt nach Scanner, Standort und Patientengruppe. Dabei prüfen wir vorab festgelegte Kriterien.

05

Change Control und Retraining

Wir entwickeln eine Retraining-Pipeline unter Change Control. Unsere FDA-Berater erstellen den zugehörigen Change-Control-Plan für die Einreichung.

Regulatorische Beratung →
06

Monitoring nach dem Release

Wir protokollieren jeden Aufruf mit der jeweiligen Modellversion. Drift und Leistung in einzelnen Patientengruppen vergleichen wir mit den Referenzwerten des Release.

07

Ergebnisanzeige und menschliche Aufsicht

Wir entwickeln Funktionen, mit denen Anwender Ergebnisse anzeigen, bearbeiten und verwerfen können. Dabei folgen wir dem Gebrauchstauglichkeitsprozess nach IEC 62366-1.

08

Regulatorische Dokumentation

Unsere Regulatory-Spezialisten und FDA-Berater schreiben die Software- und Modelldokumentation für alle drei.

Regulatorische Beratung →
In der Praxis

Typische Aufgaben unserer Kunden

Ausgangslage

Aus einem Forschungsmodell soll ein Medizinprodukt werden

Ein Startup hat ein Modell, das Auffälligkeiten in medizinischen Bildern findet, trainiert mit Forschungsdaten. Jetzt braucht es einen produktiven Inferenzdienst, die Integration ins Krankenhaus und die Dokumentation für die EU MDR oder die FDA, je nach Markt.

Unser Vorgehen

Wir stellen die eingefrorene Modellversion als Inferenzdienst bereit und binden sie über DICOM an das PACS an. Die Ergebnisse lassen sich an der Befundungsstation anzeigen. Außerdem richten wir ein Modellregister ein und versionieren die Datensätze. Wir verifizieren das Modell anhand zurückgehaltener Testdaten, getrennt nach Scanner und Patientengruppe. Die Software dokumentieren wir gemäß IEC 62304.

Ihre klinischen Partner führen die klinischen Leistungsstudien durch. Wir liefern die Leistungsnachweise des eigenständig getesteten Modells und die zugehörigen Aufzeichnungen als Grundlage.

Ausgangslage

Ein freigegebenes Modell nachtrainieren, ohne jede Änderung neu einzureichen

Ein KI-Diagnostikprodukt verfügt über eine FDA-Freigabe und eine CE-Kennzeichnung. Das Modell soll regelmäßig nachtrainiert werden.

Unser Vorgehen

Ein vorab festgelegter Change-Control-Plan (PCCP) beschreibt die geplanten Änderungen und deren mögliche Folgen. Er legt außerdem fest, wie Retraining, Verifizierung und Freigabe ablaufen. Unsere FDA-Berater erstellen den Plan nach dem entsprechenden FDA-Leitfaden. Unsere Entwickler bauen die Pipeline, die den Plan umsetzt. In der EU meldet der Hersteller geplante Änderungen am zertifizierten Produkt der Benannten Stelle. Diese entscheidet, ob sie die Änderungen vor dem Release genehmigen muss. Für jede Änderung gelten außerdem die jeweiligen Vorgaben der EU MDR. Nach der KI-Verordnung gelten vorab festgelegte und dokumentierte Änderungen nicht als wesentliche Änderung. Voraussetzung ist, dass der Anbieter sie bereits bei der ersten Konformitätsbewertung festgelegt hat. In den USA reicht der Hersteller den Plan für ein bereits freigegebenes Produkt mit einer neuen Einreichung (Marketing Submission) ein. Nach der Genehmigung sind für Änderungen innerhalb des genehmigten Plans keine neuen Einreichungen erforderlich. Voraussetzung ist, dass der Hersteller das genehmigte Änderungsprotokoll einhält.

Ausgangslage

Radiologie-KI im klinischen Einsatz überwachen

Eine Radiologie-KI läuft seit zwei Jahren in mehreren Krankenhäusern. Ihre Leistung soll auch nach dem Inverkehrbringen vorschriftsgemäß überwacht werden.

Unser Vorgehen

Wir protokollieren jede Inferenz mit Modellversion und Aufnahmemetadaten, jedoch ohne Patientenkennungen. Dabei halten wir die mit dem Krankenhaus vereinbarten Regeln für Aufbewahrung und Zugriff ein. Wir messen die Leistung anhand von Fällen mit unabhängigen Referenzergebnissen, etwa konsentierten Befunden, pathologischen Befunden oder Verlaufskontrollen. Einen Abschlussbefund verwenden wir nur dann als Referenz, wenn der Befunder die Modellausgabe nicht gesehen hat. Zwischen diesen Messungen beobachten wir, ob sich Eingaben und Ausgaben verändern. Drift, Leistung nach Patientengruppe und Override-Raten vergleichen wir mit den Referenzwerten des Release. Bei Auffälligkeiten benachrichtigen wir die zuvor namentlich festgelegten Verantwortlichen. Die Ergebnisse dienen der Überwachung nach dem Inverkehrbringen gemäß EU MDR und der Beobachtung nach dem Inverkehrbringen gemäß KI-Verordnung. Für die FDA fließen sie in die Beschwerdebearbeitung und das Medical Device Reporting ein.

EU AI Act

Was die KI-Verordnung zusätzlich zur EU MDR verlangt

KI-Software, die ein Medizinprodukt ist und nach EU MDR eine Benannte Stelle braucht, ist nach der KI-Verordnung (EU AI Act) ein Hochrisiko-KI-System. Die KI-Verordnung stellt zusätzliche Anforderungen an Risikomanagement, Daten und Daten-Governance, technische Dokumentation und Aufzeichnungspflichten. Hinzu kommen Transparenz gegenüber Nutzern, menschliche Aufsicht, Genauigkeit und Cybersicherheit, Robustheit, ein Qualitätsmanagementsystem und die Beobachtung nach dem Inverkehrbringen. Diese Anforderungen fließen in dieselbe technische Dokumentation und dasselbe Qualitätssystem wie die MDR-Akte, und die Konformitätsbewertung bleibt bei der Benannten Stelle. Für KI-Systeme unter Produktrecht wie der EU MDR gelten die Anforderungen ab einem späteren Datum als für andere Hochrisiko-Systeme. Die Gap-Analyse prüft, welche Termine für Ihr Produkt gelten.

Bei einem bereits CE-gekennzeichneten Produkt prüfen wir zunächst mit einer Gap-Analyse, welche Anforderungen die bestehende Dokumentation noch nicht erfüllt. Unsere Regulatory-Spezialisten ergänzen die fehlenden Nachweise. Unsere Entwickler implementieren die erforderlichen Softwarefunktionen, etwa für die Protokollierung, menschliche Aufsicht und Rückverfolgbarkeit der Datenherkunft (Data Lineage).

Was Sie erhalten

Software und Nachweise für Ihr Modell

D-01

Inferenzdienst

Wir stellen das Modell als Inferenzdienst bereit und legen Vorverarbeitung und Fehlerbehandlung fest.

D-02

Modellregister

Wir dokumentieren jede freigegebene Version mit Daten, Code und Verifizierungsergebnissen und ermöglichen ein Rollback.

D-03

Leistungsverifizierung

Wir testen das Modell anhand bisher unbekannter Daten, getrennt nach Scanner, Standort und Patientengruppe.

D-04

Regulatorische Dokumentation

Gemeinsam mit unseren Regulatory-Spezialisten und FDA-Beratern erstellen wir Softwaredokumentation, Modellbeschreibung und Change-Control-Plan.

EU und USA

Ein Produkt, zwei Märkte

Europäische Union

EU MDR und KI-Verordnung

Wir erstellen die Software- und Modelldokumentation für die CE-Kennzeichnung und ergänzen die Nachweise, die die KI-Verordnung verlangt.

Vereinigte Staaten

FDA

Wir erstellen die Softwaredokumentation und Modellbeschreibung für die FDA-Einreichung sowie einen vorab festgelegten Change-Control-Plan für das Retraining.

Technologien und Normen

Unsere Arbeitsgrundlagen

Technologien und Werkzeuge

PythonPyTorchTensorFlowONNX RuntimeMONAICUDATensorRTDockerKubernetesPostgreSQLGitHub ActionsGitLab CIAzureAWSGoogle CloudDICOMDICOMweb

Normen, Regelwerke und Methoden

FDA PCCP guidancePredetermined Change Control Plan (PCCP)Good Machine Learning PracticeIEC 62304ISO 13485ISO 14971IEC 62366-1IEC 81001-5-1EU MDREU AI ActFDA 510(k)FDA De Novo

Silurus Software

  • Silurus Software, gegründet 2017, Standorte in Budapest (Ungarn) und Singapur
  • Mehr als 40 Entwickler, Spezialisten für Regulatory Affairs nach EU MDR und FDA-Berater
  • Wir arbeiten im ISO-13485-Qualitätsmanagementsystem des Kunden und legen die Aufgabenteilung vor Projektbeginn schriftlich fest. Hat der Kunde noch keinen dokumentierten Softwareprozess, bringen wir IEC-62304-Vorlagen mit, die er in sein eigenes System übernimmt
  • Mehrjähriger Entwicklungspartner eines europäischen MedTech-Herstellers
  • Gründer und CTO Péter Török entwickelt seit 1999 Medizintechnik-Software. Zuvor leitete er die Softwareentwicklung bei Siemens Healthcare (syngo.via) und die Forschung und Entwicklung bei Mediso Medical Imaging Systems.
  • Zertifiziert nach ISO 9001:2015 (NQA, Zertifikat 171041, gültig bis März 2027) und ISO/IEC 27001:2022 (NQA, Zertifikat 728872, gültig bis August 2029)
  • Dun & Bradstreet zeichnete uns 2025 mit dem Rating AAA für höchste Bonität aus.
  • Wir forschen gemeinsam mit der ELTE Eötvös-Loránd-Universität in Budapest.
  • Ab 2027 beteiligen wir uns als Industriepartner am EU-Projekt LOGOS (Horizon Europe). Weitere Partner sind die Universitäten Bologna, Pisa und Amsterdam sowie die Masaryk-Universität Brno.
  • Unsere Geschäftsführerin Dr. Linda Szántó erhielt die Auszeichnungen Female Business Leader of the Year 2025 und The Pioneer Award 2026.
So arbeiten wir →Qualität und Normen →Beispiele aus unserer Arbeit →Fallstudien →
FAQ

Häufige Fragen

01

Wir haben ein Forschungsmodell für die medizinische Bildgebung in Python. Können Sie daraus ein reguliertes Medizinprodukt machen?

Ja. Wir stellen das Modell als Inferenzdienst bereit, binden es an das PACS an und richten Versionsverwaltung und Change Control ein. Außerdem erstellen wir die Softwaredokumentation. Das Modell bleibt Ihr Eigentum.

02

Wem gehören das Modell und die Daten?

Ihnen. Wir verwenden Modellgewichte und Daten ausschließlich für den vereinbarten Auftrag und nur in den von Ihnen freigegebenen Umgebungen.

03

Können Sie einen Change-Control-Plan für das Retraining erstellen?

Ja. Unsere FDA-Berater erstellen den Plan. Unsere Entwickler bauen die Retraining-Pipeline und setzen die darin festgelegten Abläufe um.

04

Wie überwachen Sie ein Modell im klinischen Einsatz?

Wir protokollieren jeden Aufruf mit Modellversion und Eingabemetadaten. Die Leistung vergleichen wir mit den Referenzwerten des Release, getrennt nach Scanner, Standort und Patientengruppe.

05

Mit welchen Frameworks arbeiten Sie?

Für das Training verwenden wir Python, PyTorch und MONAI. Für die Inferenz setzen wir ONNX Runtime oder PyTorch ein, containerbasiert On-Premises oder in der Cloud.

06

Was steht in einem vorab festgelegten Change-Control-Plan?

Der Plan beschreibt die geplanten Änderungen und bewertet ihre möglichen Folgen. Ein Änderungsprotokoll legt fest, wie Daten, Retraining, Verifizierung und Freigabe zu behandeln sind.

07

Unterstützen Sie die klinische Validierung?

Wir liefern die Ergebnisse eigenständiger Leistungstests, Leistungsdaten nach Patientengruppe und die Nachweise der Softwareverifizierung. Ihre klinischen Partner führen die klinische Leistungsstudie durch.

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Beschreiben Sie uns Ihr Modell

Nennen Sie uns Ihr Modell, die Zweckbestimmung und den Zielmarkt. Wir zeigen Ihnen, welche Arbeiten bis zur regulatorischen Einreichung erforderlich sind.

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